Schimmel-Vorbeugung: Tipps für richtiges Lüften

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Schimmelpilze sind fast überall zu finden, so auch in Wohnungen und Häusern. Übersteigt ihr Auftreten eine bestimmte Konzentration, so kann dies zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner führen.

Um wachsen zu können benötigen Pilze viel Feuchtigkeit. Es gibt verschiedene Gründe wie es zu erhöhter Feuchtigkeit in Gebäuden kommen kann. Über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, Wassereintritt in Folge von Rohrbrüchen und Überschwemmungen kann Wasser von außen in Gebäude gelangen. Doch sehr oft ist die unzureichende Abfuhr erhöhter Raumfeuchte verantwortlich.

Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Aktivitäten, wie Duschen, Kochen oder Wäsche trocknen, bei denen eine große Menge an Feuchtigkeit entsteht, kann die Feuchtigkeit in den Räumen in einen kritischen Bereich bringen.

Wie hoch die Feuchtigkeitsabgabe pro Stunde sein kann, zeigt die folgende Tabelle:

Quelle Aktivität Feuchteabgabe in Gramm / Stunde
Mensch Schlafen 40 - 50
  Leichte Aktivität 30 – 120
  Mittelschwere Aktivität 120 – 300
  Schwere Arbeit 200 – 300
Pflanzen Topfpflanzen 5 – 15
  Mittelgroße Topfpflanze 10 – 20
Bad Wannenbad ca. 700
  Duschen ca. 2600
Küche Kochen 600 – 1500
  Geschirrspülmaschine ca. 100
Wäsche 4,5 kg geschleudert 50 – 200
  4,5 kg tropfnass 100- 500

 

Um die Feuchtigkeit aus der Wohnung wieder herauszulüften, gibt es einige Regeln zu beachten:

  • Lüften sie mindestens zwei- bis viermal täglich, je nachdem wie lange sie sich im jeweiligen Raum aufhalten (Stoßlüftung: fünf bis zehn Minuten bei weit geöffnetem Fenster).
  • Im Winter sollten sie kürzer (zwei bis fünf Minuten), dafür aber häufiger lüften. Die Heizung sollte währenddessen abgedreht sein.
  • Je dichter die Fenster und Türen schließen, desto häufiger müssen sie lüften.
  • Das Schlafzimmer sollte nach dem Aufstehen gut gelüftet werden. So kann die Feuchtigkeit entweichen, die sich über Nacht im Putz und den Möbeln angereichert hat.
  • Im Bad sollte nach dem Duschen bzw. Baden das Wasser von den Wänden und Boden manuell entfernt werden. Im Anschluss sollte das Fenster (soweit vorhanden) kurzzeitig weit geöffnet werden. Bei fensterlosen Badezimmern sollte die Lüftung eingeschaltet werden. Zudem ist es ratsam die Badezimmertüre für einige Zeit offen stehen zu lassen. Die Handtücher sollten auf der Heizung getrocknet werden, damit auch hier sehr schnell die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • In der Küche kann durch einen Dunstabzug ins Freie sehr viel Feuchtigkeit entfernt werden.
  • Sollte es aufgrund längerer Abwesenheit nicht möglich sein die Wohnung zu lüften, so sollten wenigstens die Innentüren geöffnet sein, damit sich die Feuchtigkeit z.B. aus Küche und Bad regelmäßig auf alle Räume verteilen kann.
  • Wenig beheizte Räume sollten nicht durch die warme Luft anderer Räume aufgewärmt werden, da es an den Wänden und Fensterscheiben zu Tauwasserbildung kommen kann.
  • Große Möbel sollten mindestens 10 cm Abstand von kalten Außenwänden haben und gut hinterlüftet werden.
  • Verzichten sie auf zu viele Zimmerpflanzen, Tischspringbrunnen oder Luftbefeuchter.